Auftraggeber

BOREAS Energie GmbH

Bearbeitungszeitraum

2018 – 2023

Leistungsumfang

faunistische Kartierungen (Avifauna, Chiroptera)
Umweltverträglichkeitsprüfung
Landschaftspflegerischer Begleitplan
FFH-Vorprüfung

Auftraggeber

BOREAS Energie GmbH

Bearbeitungszeitraum

2018 – 2023

Leistungsumfang

faunistische Kartierungen (Avifauna, Chiroptera)
Umweltverträglichkeitsprüfung
Landschaftspflegerischer Begleitplan
FFH-Vorprüfung

Für die Planung von fünf Windenergieanlagen bei Strotzbüsch in der Vulkaneifel wurden die vorkommenden Tierarten und ihre Lebensräume untersucht. Ziel war es, mögliche Auswirkungen auf die Tierwelt frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen für Bau und Betrieb der Anlagen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die Nutzung erneuerbarer Energien mit dem Schutz heimischer Vögel und Fledermäuse vereinbaren lässt.
Die Landschaft rund um die geplanten Standorte umfasst landwirtschaftliche Flächen, Wälder, Gehölze und Bachtäler. Diese Bereiche dienen Tieren als Brutplätze, Rückzugsräume und Nahrungsgebiete. Die Untersuchungen berücksichtigten deshalb sowohl die Anlagenstandorte als auch die Nutzung der umliegenden Landschaft. Erfasst wurden brütende, rastende und durchziehende Vögel. Fledermäuse wurden mithilfe spezieller Geräte untersucht, die ihre für Menschen meist unhörbaren Rufe aufzeichnen. Insgesamt konnten 85 Vogelarten und elf Fledermausarten nachgewiesen werden.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, die unterschiedlichen Risiken zu beurteilen: Während Bauarbeiten beispielsweise Nester der am Boden brütenden Feldlerche gefährden können, bestehen für Greifvögel wie den Rotmilan und für bestimmte Fledermausarten vor allem Risiken durch die drehenden Rotoren. Beobachtungen von Flugwegen und Nahrungsgebieten halfen dabei, mögliche Konflikte genauer einzugrenzen.
Aus den Ergebnissen wurden konkrete Schutzmaßnahmen abgeleitet. Dazu gehören Bauzeiten, die auf die Brutzeit der Vögel abgestimmt sind, sowie zeitweise Abschaltungen der Anlagen in Situationen mit erhöhtem Kollisionsrisiko. Für Fledermäuse wurde zusätzlich eine zweijährige Erfassung ihrer Aktivität auf Höhe der Rotoren empfohlen. Sie soll ermöglichen, die Abschaltzeiten an die tatsächlichen Bedingungen vor Ort anzupassen.
Leitidee der faunistischen Leistungen war es, die Planung auf eine nachvollziehbare fachliche Grundlage zu stellen und vermeidbare Beeinträchtigungen möglichst früh zu verhindern. Die Untersuchungen lieferten damit eine wichtige Grundlage für die Bewertung des Vorhabens und die Entwicklung eines standortbezogenen Schutzkonzepts.