Auftraggeber

Stadt Freilassing

Bearbeitungszeitraum

2022 – 2025

Leistungsumfang

Bebauungsplan mit Umweltbericht
Grünordnungsplanung
Artenschutzrechtliches Gutachten
Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung

Auftraggeber

Stadt Freilassing

Bearbeitungszeitraum

2022 – 2025

Leistungsumfang

Bebauungsplan mit Umweltbericht
Grünordnungsplanung
Artenschutzrechtliches Gutachten
Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung

Mit der geplanten Erweiterung und Neuordnung des Schulstandorts südlich des Freilassinger Bahnhofs möchte die Stadt ihren Bildungsstandort stärken und vorhandene Flächen sinnvoll nutzen. Die vorgesehenen Gebäudeabbrüche, Neubauten und Veränderungen an den Grünflächen können jedoch auch Lebensräume heimischer Tiere betreffen. Die faunistischen Leistungen dienten deshalb dazu, mögliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen für die Planung zu entwickeln.
Im Mittelpunkt standen Vögel, Fledermäuse und Reptilien, insbesondere die Zauneidechse. Auch auf einem intensiv genutzten Schulgelände können Bäume, Sträucher, Gebäudespalten und kleine Grünflächen als Brutplätze, Verstecke oder Nahrungsräume dienen. Die besondere Herausforderung bestand darin, diese möglichen Lebensräume zu beurteilen und ihren Schutz mit der Weiterentwicklung des Schulstandorts zu verbinden.
Grundlage der Bewertung waren vier Begehungen im Jahr 2024 sowie die Auswertung vorhandener Artendaten und Untersuchungen aus der Umgebung. Da sich mögliche Tierbestände damit nicht vollständig erfassen ließen, wurde in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde ein vorsorglicher Ansatz gewählt: Wo geeignete Lebensräume vorhanden sind, berücksichtigt die Planung eine mögliche Nutzung durch geschützte Tiere auch ohne direkten Nachweis. So wurden beispielsweise keine Zauneidechsen beobachtet; ihr mögliches Vorkommen wurde dennoch in die Bewertung einbezogen.
Aus den Ergebnissen entstand ein Schutzkonzept. Es sieht unter anderem den möglichst weitgehenden Erhalt wertvoller Bäume, Kontrollen vor Abbruch- und Fällarbeiten sowie die Abstimmung der Arbeiten auf empfindliche Brut- und Ruhezeiten vor. Ergänzend sind Ersatznistplätze und Fledermausquartiere, neue naturnahe Grünstrukturen und eine tierfreundliche Beleuchtung vorgesehen. Für möglicherweise betroffene Reptilien wurden ebenfalls Schutzvorkehrungen und Ersatzlebensräume berücksichtigt. Eine fachliche Begleitung der Bauarbeiten und regelmäßige Kontrollen sollen die Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen sichern.
Leitidee ist, die Entwicklung eines zeitgemäßen Bildungsstandorts mit dem Schutz der heimischen Tierwelt zu verbinden und auch im städtischen Umfeld Lebensräume langfristig zu erhalten.