Mit dem Bebauungsplan „Erweiterungsplan – In der langen Dell“ schafft die Ortsgemeinde Hermersberg die Voraussetzungen für ein neues Wohngebiet am südwestlichen Ortsrand. Anlass ist die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum, während innerhalb der Gemeinde kaum noch Baugrundstücke zur Verfügung stehen. Das Vorhaben soll insbesondere der ortsansässigen Bevölkerung und jungen Familien neue Wohnmöglichkeiten eröffnen.
Das rund 5,6 Hektar große Plangebiet wird derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Vorgesehen ist ein allgemeines Wohngebiet mit einer aufgelockerten, höchstens zweigeschossigen Bebauung. Je Wohngebäude sind maximal zwei Wohnungen zulässig. Die Gestaltung orientiert sich an den angrenzenden Wohngebieten und soll einen harmonischen Übergang zwischen dem bestehenden Siedlungsbereich und der freien Landschaft schaffen.
Die Erschließung erfolgt über die Straßen „Im Winkel“, „Grasdelle“ und „Zur Fliegerwiese“. Innerhalb des Gebietes werden die Baugrundstücke über eine neue schleifenförmige Wohnstraße angebunden. Bestehende Wirtschaftswege bleiben weitgehend erhalten und werden ergänzt, damit die umliegenden land- und forstwirtschaftlichen Flächen weiterhin erreichbar sind. Die vorhandenen Ver- und Entsorgungsnetze können grundsätzlich erweitert und für das neue Wohngebiet genutzt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Planung ist die Schaffung eines grünen und familienfreundlichen Wohnumfeldes. Öffentliche Grün- und Spielflächen erhöhen die Aufenthaltsqualität. Ergänzende Baum- und Gehölzpflanzungen, eine durchgehende Ortsrandbegrünung und eine Streuobstwiese binden das Gebiet in die Landschaft ein.
Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch umfangreiche Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen berücksichtigt. Vorhandene Gehölze, Grünlandflächen, ein markanter Walnussbaum und Ameisenhügel sollen erhalten werden. Landwirtschaftlich genutzte Flächen werden ökologisch aufgewertet und künftig extensiv bewirtschaftet. Niederschlagswasser soll möglichst vor Ort zurückgehalten, genutzt oder über Grünflächen versickert werden. Dadurch wird der natürliche Wasserhaushalt unterstützt und die Kanalisation bei Starkregen entlastet.
Insgesamt verbindet die Planung die Schaffung dringend benötigten Wohnraums mit einer geordneten Ortsentwicklung und einer landschaftsverträglichen Gestaltung des südlichen Ortsrandes.
