Mit der 146. Änderung des Flächennutzungsplanes möchte die Kreisstadt Bergheim den zukünftigen Abbau von Kies und Sand im Stadtgebiet gezielt steuern. Bis dato enthielt der Flächennutzungsplan keine Bereiche, auf die solche Abgrabungen beschränkt waren. Ziel ist es daher, geeignete Standorte festzulegen und gleichzeitig andere Teile des Stadtgebietes vor zusätzlichen Abgrabungen zu schützen.
Für Bergheim ist dies von besonderer Bedeutung, da das Stadtgebiet bereits stark durch den Abbau von Braunkohle, Kies und Sand geprägt ist. Gleichzeitig werden Flächen für Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz, Erholung und den Strukturwandel benötigt. Weitere Abgrabungen sollen deshalb möglichst gebündelt und auf geeignete Standorte konzentriert werden.
Als Grundlage der Planung wurde das gesamte Stadtgebiet untersucht. Dabei wurden zunächst ungeeignete Bereiche, beispielsweise aufgrund von Siedlungen, Infrastruktur, Schutzgebieten oder anderen entgegenstehenden Nutzungen, ausgeschlossen. Anschließend wurden 17 mögliche Flächen unter anderem hinsichtlich Rohstoffvorkommen, Verkehrsanbindung, Umweltbelangen und bestehender Nutzungen miteinander verglichen.
Im Ergebnis konzentriert sich die Planung auf die beiden bereits genehmigten Abgrabungsflächen bei Ahe und Paffendorf. Neue Abgrabungsstandorte an anderer Stelle im Stadtgebiet sollen nicht eröffnet werden. Damit berücksichtigt die Stadt zugleich die regionalplanerische Zielsetzung, Bergheim aufgrund seiner starken Vorbelastung durch den Braunkohletagebau vor weiteren großflächigen Neuaufschlüssen zu schützen.
Die beiden bestehenden Abgrabungsflächen werden künftig als Konzentrationszonen für den Kies- und Sandabbau dargestellt und umfassen zusammen rund 12,7 Hektar. Begrenzte Erweiterungen können unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden und müssen jeweils erneut geprüft und genehmigt werden. Außerhalb dieser Bereiche sollen grundsätzlich keine weiteren Abgrabungen ermöglicht werden.
Die Planung verbindet damit die Sicherung der Rohstoffgewinnung mit dem Ziel, zusätzliche Belastungen für Siedlungen, Natur, Landschaft und andere wichtige Flächennutzungen möglichst zu vermeiden.
