Die Gemeinde Kloster Lehnin stellt ihren Flächennutzungsplan neu auf. Der bisherige Plan stammt aus dem Jahr 2007 und entspricht nicht mehr vollständig den heutigen Anforderungen. Veränderte Entwicklungsziele sowie neue Vorgaben der Landes- und Regionalplanung machen eine Aktualisierung erforderlich.
Der neue Flächennutzungsplan bildet den langfristigen Orientierungsrahmen für die räumliche Entwicklung der gesamten Gemeinde. Er zeigt, welche Flächen künftig unter anderem für Wohnen, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen, Verkehr, Erholung oder erneuerbare Energien vorgesehen sind. Gleichzeitig werden Bereiche gesichert, die weiterhin der Landwirtschaft, dem Wald sowie dem Natur- und Landschaftsschutz dienen sollen. Dabei werden die unterschiedlichen Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten aller 14 Ortsteile berücksichtigt.
Eine zentrale Herausforderung bestand darin, neue Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen und zugleich den ländlichen Charakter Kloster Lehnins zu bewahren. Die Gemeinde ist in besonderem Maße durch land- und forstwirtschaftliche Flächen, Wälder, Seen und weitere wertvolle Naturräume geprägt. Neue Bauflächen sollen daher möglichst an vorhandene Siedlungsstrukturen anknüpfen und bestehende Infrastrukturen sinnvoll nutzen.
Für die zukünftige Wohnentwicklung werden neue Flächen insbesondere in den Ortsteilen Lehnin und Damsdorf vorgesehen. Damit sollen zusätzliche Wohnangebote geschaffen und die Eigenentwicklung der Gemeinde unterstützt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die wirtschaftliche Entwicklung. Bestehende Gewerbestandorte sollen ergänzt und erweitert werden, wobei insbesondere der Gewerbestandort Rietzer Berg von Bedeutung ist.
Darüber hinaus berücksichtigt der Flächennutzungsplan Flächen für Freizeit, Erholung, Bildung und Photovoltaik sowie einen Standort für eine neue Rettungswache in Lehnin. Natur-, Arten-, Boden-, Wasser- und Klimaschutz werden durch eine begleitende Umweltprüfung in die Planung einbezogen. So entsteht eine verlässliche Grundlage, um Kloster Lehnin in den kommenden 15 bis 20 Jahren nachhaltig, wirtschaftlich tragfähig und landschaftsverträglich weiterzuentwickeln.
