Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans wurde erforderlich, weil der bisherige Plan aus dem Jahr 1984 die räumlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen nicht mehr ausreichend abbildete. Der neue Plan schafft einen langfristigen Orientierungsrahmen für die Entwicklung der 15 Ortsgemeinden und legt fest, welche Flächen künftig unter anderem für Wohnen, Gewerbe, Tourismus, Verkehr und Naturschutz vorgesehen sind.
Eine zentrale Herausforderung bestand darin, notwendige Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen und zugleich die besondere Landschaft des Dahner Felsenlandes zu bewahren. Das rund 21.556 Hektar große Gebiet ist überwiegend von Wald geprägt und besitzt mit seinen Felsen, Tälern und Schutzgebieten eine hohe Bedeutung für Natur, Landschaft und Erholung. Neue Bauflächen wurden deshalb sorgfältig geprüft und mit den Zielen der Landschafts-, Landes- und Regionalplanung abgestimmt.
Im Mittelpunkt steht eine nachhaltige und flächensparende Siedlungsentwicklung. Angesichts des demografischen Wandels sollen vorrangig Baulücken, leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen innerhalb der Ortslagen genutzt werden. Neue Wohnbauflächen werden gezielt und zurückhaltend ausgewiesen. Gleichzeitig sichert der Plan Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Betriebe und unterstützt die Weiterentwicklung touristischer und freizeitbezogener Angebote.
Der Flächennutzungsplan verbindet damit die Stärkung des Dahner Felsenlandes als Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum mit dem Schutz seiner charakteristischen Natur- und Kulturlandschaft. Er bildet die Grundlage für spätere Bebauungspläne und sorgt dafür, dass Siedlungsentwicklung, Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Naturschutz langfristig aufeinander abgestimmt werden.
